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Mit Canonen auf Spatzen schießen…

Nachdem Canon Anfang dieser Woche die neue EOS 6D angekündigt hat und mich die Anzahl der Auslösungen, die man damit machen kann (oder können sollte) nicht wirklich umgehauen hat, habe ich mich dazu entschlossen einmal auszurechnen, was denn so ein Foto mit den aktuellen Canon-Kameras aus dem Semi- und Profibereich (theoretisch) kostet.

Die Berechnung ist hierbei ganz einfach, man teilt einfach den aktuellen Anschaffungspreis durch die Anzahl der Auslösungen, für die der Verschluss der jeweiligen Kamera ausgelegt ist. Als Basis habe ich die aktuellen Tagespreise von Amazon und für die Canon EOS 1D X den Preis bei Calumet Photographic genutzt – so ein Flagschiff verkauft Amazon nämlich leider nicht. Korrektur: jetzt ist die EOS 1D-X auch bei Amazon erhältlich.

Hier die Preise der jeweiligen Bodys:
Canon EOS 7D: 1.247,– Euro
Canon EOS 6D: 1.999,– Euro
Canon EOS 5D Mk II: 1.750,01 Euro
Canon EOS 5D Mk III: 3.079,– Euro
Canon EOS 1D X: 6.299,– Euro

Die Anzahl der Auslösungen, für die der jeweilige Kamera-Verschluss ausgelegt ist:
Canon EOS 7D: 150.000
Canon EOS 6D: 100.000
Canon EOS 5D Mk II: 150.000
Canon EOS 5D Mk III: 150.000
Canon EOS 1D X: 300.000

Somit erhält man folgenden (theoretischen) Preis je gemachtem Foto:
Canon EOS 7D: 0,8313 Cent
Canon EOS 6D: 1,99 Cent
Canon EOS 5D Mk II: 1,1667 Cent
Canon EOS 5D Mk III: 2,0527 Cent
Canon EOS 1D X: 2,0997 Cent

Ich denke, das Ergebnis spricht trotz der theoretischen Werte für sich. Sofern man nicht zwingend einen Vollformatsensor benötigt, bekommt man bei der EOS 7D das theoretisch beste Preis-Leistungsverhältnis. Die EOS 5D Mk II ist ebenfalls recht günstig, hat aber den Vorteil eines Vollformatsensors. In der oberen Liga der 5D Mk III und 1D-x bekommt man natürlich noch neben den hochwertigeren Gehäusen, das die 5D Mk II ebenfalls hat, weitere tolle Features. Beispielsweise sind die Autofokussysteme und die gesamte Performance der Kamera eine ganz andere.

Abschließend kann man sagen, dass es für jeden Anwendungsfall wohl eine Kamera gibt, die am besten zu einem passt. Für mich als Portrait-, Familien- und Hochzeitsfotograf kommen daher nur die Modelle EOS 7D, EOS 5D Mk II und EOS 5D Mk III in Frage. Fotografiert man nur als Hobbyfotograf, benötigt man wohl kaum die 300.000 Auslösungen der EOS 1D X, hier kann sich durchaus die EOS 6D oder auch eine der kleineren Modelle wie die EOS 60D oder die EOS 650D lohnen. Das so gesparte Geld ist in einem höherwertigerem Objektiv mit Sicherheit besser aufgehoben. 😉

Eine gute Alternative für Hobbyfotografen ist mit Sicherheit die Systemkamera Canon EOS M. Hier gibt es die Möglichkeit, einen Objektivadapter anzuschrauben und so andere Canon-Objektive zu nutzen.